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Aus den Memoiren einer Sängerin

Memoiren einer Sängerin 11

Erotischer Roman (Kapitel XI)


Autor:

Alle Fassungen dieses Artikels:

Wilhelmine Schröder-Devrient, Aus den Memoiren einer Saengerin, Verlagsbureau, Altona, tome I, 1862 ; tome II, 1870.


XI

Sie haben es selber gefordert, daß ich nichts von meinen Erlebnissen und Empfindungen verschweige, und ich habe, als ich die Abnormitäten in den Gelüsten, die über mich kamen, niederschrieb, keinen Augenblick gezaudert, sie Ihnen ohne Auslassungen mitzuteilen, weil ich überzeugt war und bin, daß Sie im Stande sein werden, sich alles zu erklären, da Sie ein ebenso tiefdenkender Psychologe wie Physiologe sind. Möglich, daß Sie noch von keiner Frau solche Geständnisse empfangen, doch ich bin überzeugt, daß Sie solche Fälle studiert und eine Lösung derselben gefunden. Ich bin ein Laie in diesen beiden Wissenschaften, ich bin nur dem Augenblick gefolgt, ohne damals daran zu denken, ob das, was ich tue, wirklich etwas ist, wogegen sich unser besseres Gefühl empört und Ekel empfindet. Ich würde im Zustande der Sinnesnüchternheit vor dem Gedanken geschaudert haben, solche Unflätigkeiten zu begehen, jetzt aber, nachdem ich es getan, bin ich einer anderen Ansicht geworden, denn ich sehe nicht ein, was daran unflätig ist.

Sie würden mich vielleicht berichtigen, wenn ich das, was ich schreibe, Ihnen mündlich sagte, möglich ist es aber auch, daß Sie es nicht täten. Sie kennen die organische Beschaffenheit des Menschen besser und werden den Schlüssel zu diesem Phänomen im Gehirn haben. Ich räsoniere nach meiner eigenen Anschauungsweise, ohne Bürgschaft dafür zu übernehmen, daß sie richtig ist.

Vor allem wirft sich mir die Frage auf, was man eigentlich eine Unflätigkeit nennen kann. Wenn wir bedenken, daß wir alle Tage schon dadurch, daß wir uns mit Stoffen nähren, die, wenn wir sie genau analysieren wollten, im Zustande der Fäulnis sich befinden – wir mögen uns noch so sehr überreden wollen, daß die Nahrungsmittel durch Wasser oder Feuer geläutert werden – so begehen wir doch eine Unflätigkeit. Es gibt sogar einige Nahrungsmittel, die in der Fäulnis sehr weit gekommen sein müssen, damit sie uns munden. Ist der Wein und das Bier nicht durch den Gärungsprozeß gegangen, ehe wir sie trinken? Und was ist Gärung sonst als Fäulnis in einem gewissen Stadium? Ist nicht das Verfaulteste in einigen Vögeln, namentlich Schnepfen und Krammetsvögeln, eine haut-gôut-Delikatesse, und sind es nicht die abscheulichsten Tiere, Insekten, womit sich Schnepfen nähren? Gehen nicht die Nahrungsmittel aller Tiere in ihr Blut und werden sie nicht zu ihrem Fleische? Bedenken wir nur, womit sich Schweine und Enten nähren. Untersuchen wir den Käse, und wir werden in demselben garstige Maden finden. Erinnern wir uns daran, wie man die Heringe einsalzt. Ich habe es in Venedig gesehen. Ich will es gar nicht sagen, wie es geschah. Wenn die Leute wüßten, welche Zugabe das Seesalz von den Leuten erhält, sie würden niemals wieder Heringe essen. Mit einem Worte, die Unflätigkeit ist etwas sehr Relatives, und wer wird daran denken, wenn er genießt, welche Stoffe das Ding in sich enthält? Das wäre ebenso, als wenn jemand sich in ein Mädchen verliebte und sich durch den Gedanken, daß seine Geliebte gewisse Naturbedürfnisse täglich verrichtet, aus seiner poetischen Sphäre herausreißen ließe. Ich halte gerade das Gegenteil. Ein Mensch, der jemand liebt oder dem ein Gegenstand gefällt, findet nichts Obscönes, nichts Ekelhaftes im Gegenstand seines Gefallens.

Diese Ansichten mögen mit zur Rechtfertigung dessen dienen, wozu ich mich von meinen Begierden hinreißen ließ, wie ich dies zu Ende des vorhergehenden Briefes beschrieben habe. Ich glaube, daß Ihnen das genügen wird.

Etwas anderes und vielleicht seltsameres war, was ich später im Herzen empfand. Hier werden Sie ein Thema finden, welches Sie als Psychologe analysieren müssen, denn es ist, obschon nicht ganz ungewöhnlich, dennoch eine Abnormität.

Ich habe in letzter Zeit mehrere Bücher über die sogenannte griechische oder platonische Liebe gelesen, namentlich die Werke eines gewissen Ulbrichs, ehemaligen Assessors, gegenwärtig in Würzburg zu Hause. In diesem wird aber nur von der Liebe der Männer zu den Männern gesprochen, von der Liebe der Frauen unter sich ist keine Rede. Was sagen Sie dazu, wenn ich Ihnen gestehe, daß ich niemals in einen Mann so verliebt war, wie in meine liebe Rosa, das Mädchen, welches ich Ihnen zu Ende des vorhergehenden Briefes vorgeführt? Es war sinnliche Liebe allerdings, die mich zu ihr zog, doch es war auch eine im Herzen, eine Sehnsucht, wie ich niemals für einen Mann gefühlt. Es war eine so unausschließliche reine Liebe, daß mich alle anderen Weiber anekelten, und die Männer noch viel mehr. Ich dachte an niemand als an Rosa, ich träumte von ihr, ich drückte die Kissen an mich, küßte und liebkoste sie, in der Einbildung, es sei Rosa, die ich umarmte, ich weinte, daß ich sie nicht sehen konnte, ich war ganz außer mir, wie eine Rasende.

Ich wußte nicht, welcher von meinen beiden Freundinnen ich mich vertrauen sollte, ob Nina oder Anna? Oder sollte ich Herrn von T ... bitten, er möge ihr den Rest der Strafe erlassen? Er würde mich fragen, woher ich sie kenne und ich würde nicht gewußt haben, was ich ihm antworten sollte. Endlich entschloß ich mich doch dazu, mit Anna darüber zu sprechen. Sie besuchte mich am Abend desselben Tages, an welchem wir der Exekution beigewohnt. Sie ersparte mir die Mühe einer Einleitung zu dem Gespräche, indem sie selber darüber zu reden anfing, daß sie einen solchen Genuß wie den heutigen allen anderen vorziehe.

»Dies ist das Einzige, was mich noch ein wenig aufregt«, sagte sie, »und ich habe doch heute nicht alles genossen. Das Beste habe ich Ihnen überlassen. Sind Sie nicht ein klein wenig verliebt in die kleine Rosa? Leugnen Sie es nicht, ich habe gesehen, mit welcher Wollust Sie an ihrem Vötzchen (das sind ihre Worte, ich ändere nichts daran, obschon ich sie bisher noch nicht gebraucht) gesogen haben. Oh, das ist ein köstlicher Geruch und noch köstlicherer Geschmack.«

Ich war noch so sehr von alten Vorurteilen befangen, daß ich errötete.

»Hahahaha!« lachte Anna, »Sie erröten? Das ist ein sicheres Zeichen, daß Sie in das Mädchen verliebt sind. Wenn ich ihr Gesicht auch nicht gesehen hätte, würde ich es erraten haben, als Sie ihr das Geld gaben und ihr sagten, Sie wollten sie zu sich nehmen. Nun ein Vierteljahr ist bald vorbei, und ich hoffe, das Mädchen wird es doch vorziehen, zu Ihnen zu kommen, als ins Stadthausgefängnis. Ihre Lust, sich mit Karbatschen prügeln zu lassen, können auch Sie befriedigen. Vielleicht wird sie Rutenhiebe vorziehen, und das wird auch Ihnen viel Vergnügen machen. Es ist ein sehr schöner Anblick, dessen kann ich Sie versichern.«

»Wäre es nicht möglich, sie eher frei zu machen«, fragte ich Anna.

»Das glaube ich kaum. Sie muß ihre Strafzeit aushalten. Es hängt nicht vom Stadthauptmann ab, sie zu entlassen, obwohl diese Herren vieles tun, was sehr nach Willkür schmeckt. Indessen will ich es versuchen, mit ihm zu sprechen.«

»Nennen Sie mich aber nicht. Er könnte etwas vermuten«, bat ich sie.

»Seien Sie unbesorgt. Es wird ihn nicht befremden, wenn ich eine solche Bitte an ihn stelle. Es gibt hier genug Damen, die es wie die Männer machen und Geliebte beiderlei Geschlechts haben. Selbst wenn ich ihm sage, daß ich sie zu mir nehmen wollte. – Nein, das wird nichts taugen. Ich werde sagen, es sei eine Fremde, die ein Mädchen sucht, welches sich derlei Martern freiwillig unterwirft, und ich kennte keine andere als Rosa. Sie müssen sie aber wenigstens 14 Tage nicht im Hause selbst haben. Ich werde später sagen, die Dame sei abgereist und Rosa wollte Pest nicht verlassen, daß ich sie Ihnen als Stubenmädchen empfohlen, aus purer Humanität, um sie zu bessern.«

»Wird er Ihnen auch glauben, wenn Sie ihm so etwas sagen?« fragte ich.

»Warum nicht? Ich habe ein gutes Mundwerk. Die Hauptsache ist, daß ich viel Geld haben müßte, um ihn zu bestechen,« setzte sie hinzu.

»Viel Geld?« rief ich etwas erschrocken aus, denn Nina hatte mir Anna als eine schreckliche Plünderin geschildert. »Wie viel glauben Sie?«

»Hm, vielleicht 100 Gulden, vielleicht auch mehr, ich weiß nicht.«

»Mehr als 100 Gulden wollte ich doch nicht daran verwenden«, erklärte ich. Wenn sie aber das Doppelte, das Dreifache verlangte, würde ich es auch gegeben haben.

»Wohlan, dann geben Sie mir jetzt die 100 Gulden, wenn er es für diese Summe tut, sollen Sie das Mädchen womöglich schon morgen bei sich haben, wenn nicht, so bringe ich Ihnen das Geld zurück. Ich muß gleich zu ihm gehen, ehe er sich nach dem Kasino begibt. Doch habe ich kein Kleingeld bei mir, um einen Fiaker zu nehmen. Geben Sie mir doch einen Gulden. Für meine Gänge und Bemühungen nehme ich nichts. Ihre Freundschaft genügt mir.«

Nina hatte recht. Dieses Weib würde mich geplündert haben, wenn ich nicht vorsichtig gewesen wäre. Ich war überzeugt davon, daß sie zu Fuß gehen würde.

In weniger als einer Stunde war sie wieder zurück und sagte, T ... machte Schwierigkeiten, sie habe noch 50 Gulden zugelegt, und erst dann habe er sich erweichen lassen. Er tat es nur aus alter Freundschaft für sie. Er fragte gar nicht um die Ursache, noch darum, wer sie frei machen wollte, er glaubte wahrscheinlich, es sei ein Kavalier, welcher aber inkognito bleiben wollte. Ich war gezwungen, ihr noch 50 Gulden zu geben. Außerdem aber klagte sie über schwere Zeiten und schlechte Zahler, sie zeigte mir eine Menge Leihhausscheine und sagte, wenn sie die Zinsen morgen nicht bezahlen könnte, würden sie verfallen. Das riß noch 50 Gulden aus meiner Tasche, sie sagte zwar, sie betrachte diese Summe als Darlehen, ich hingegen erwiderte, sie brauchte sie mir nicht zurückzugeben. Ich wollte mir hierdurch ihre Verschwiegenheit und spätere Dienste sichern.

Ich erzählte am nächsten Tage alles Nina, und die meinte, T ... erhielte höchstens 30 Gulden, das übrige würde Anna selbst einstecken, außerdem aber erwarte sie, daß ich zur Feier des Tages sie mit einem guten Souper bewirte.

»Es ist möglich«, sagte Nina, »daß Sie ein verlorenes Geschöpf vom Untergang retten, und Gott wird diese gute Handlung lohnen. Es wird Sie aber etwas kosten, denn dieses Mädchen wird Kleidung brauchen. Auch wäre es gut, wenn Sie sie ein Bad nehmen ließen. Diese unglücklichen Personen bekommen im Gefängnis so leicht Ungeziefer. Ich habe ein Mädchen bei mir gehabt, welches ganz denselben Wuchs und die Größe Rosas hatte. Sie ist mir durchgegangen und hat ihre Kleider zurückgelassen. Sie konnte es tun, da sie die meinigen stahl. Für den Anfang wird dies für sie gut sein. Taxieren Sie selber die Kleider, und geben Sie mir dafür, was Sie glauben, daß sie wert sind.«

Frau von B ... war in Geldangelegenheiten ganz der Gegensatz Annas. Ich schätzte die Kleider, die sie mir brachte, auf 45 Gulden. Sie berechnete dafür nicht mehr als 36, und es kostete mich einige Überredung, daß sie von mir eine Brosche als Andenken annahm. Sie war sehr uninteressiert.

Obschon es nahe an 8 Uhr abends war, als Rosa zu mir kam, fuhr ich doch mit ihr nach Ofen ins Kaiserbad und ließ mir eins der Türkenbäder aufschließen. Es war im Monat Oktober, und diese Bäder sind bei zunehmender äußerer Kälte immer wärmer. Das arme Kind fühlte erst jetzt die Nachwehen der gestrigen Exekution. Ich durfte die wunden Teile kaum berühren, doch tat es ihr wohl, als ich mit meiner warmen Zunge darüberfuhr, sie langsam leckte, das Wasser des Bades aber belebte sie noch mehr. Sie war nicht mehr so scheu und verschämt wie gestern vormittag, sie fiel mir um den Hals und klammerte sich mit ihren Beinen an meinen Hüften an, dann sog sie an den Rosenknospen meiner Brüste oder an meiner Zunge und an meinen Lippen. Sie schwor mir, niemals einen Mann zu lieben, wenn ich sie so lieben wollte, wie ich es ihr gestern vormittag gezeigt. Sie war ganz schwärmerisch und sagte, es würde für sie eine Wollust sein, von mir erwürgt oder erstochen zu werden. Was ich aber nicht geglaubt oder gehofft hatte, war, daß das Mädchen noch eine Jungfrau war. Ich vermochte es nicht, meinen Mittelfinger in ihren Liebeszwinger ganz hineinzubringen. Ich stieß auf ein Hindernis, durch welches ich nur mit einem kleinen Finger zu dringen vermochte. Es war das bis jetzt noch unaufgerissene Jungfernhäutlein.

»Zerreißen Sie’s«, sagte Rosa. »Ich mache mir nichts daraus. Ich will es lieber durch Sie als durch einen Mann verlieren.«

Ich erinnerte mich, in Wien von Rudolphine eine Godemichette erhalten zu haben, welche ich noch nicht versucht. Sie war von neuerer Konstruktion und so eingerichtet, um zwei Frauen zugleich zu dienen. Der Beutel, welcher mit heißer Milch gefüllt werden sollte, hing in der Mitte und aus ihm liefen zwei Verlängerungen heraus, eine nach rechts, die andere nach links, so daß die Genießenden gleichzeitig einen Mann und ein Weib vorstellten. Beide waren aktiv. Diese Godemichette wollte ich bei Rosa versuchen, und ich zog meinen Finger zurück und sagte ihr, wir wollten das Beste für den Abend und die Nacht aufsparen.

Nachdem wir uns im Bade erfrischt, wo wir uns nur mit kleinen Tändeleien die Zeit vertrieben, fuhren wir nach Hause. Anna und Nina erwarteten uns bereits, und die erstere hatte – freilich auf meine Rechnung – ein köstliches Souper, mit Champagner in Eis gekühlt, auftischen lassen. Sie hatte eine große Rute mitgebracht und sagte, ich möchte auch diese Wollust versuchen.

Das Zimmer war so gut geheizt, daß wir nichts zu befürchten hatten, wenn wir uns entkleideten. Diesmal tat es auch Anna. Ich sah aber nicht viel von ihren verblühten Reizen, denn sie kroch unter den Tisch und sagte, sie wollte die Rolle eines Hundes spielen. Sie kniete zwischen meinen Beinen, ich mußte meine Schenkel auseinander spreizen und lehnte mich etwas zurück, worauf sie meine Beine auf ihre Achseln legte und mit ihrer Zunge bald an meiner Wollustgrotte, bald hinten an der gewissen kleinen Öffnung spielte, die – wie ich erwähnt – Grecourt den Abort nennt. Obschon meine Lage etwas unbequem war, da ich mich ein wenig entfernt vom Tische halten mußte und die Speisen mit meinen Händen nicht erreichen konnte, so war dieses Zungenspiel Annas an den beiden Öffnungen doch sehr angenehm und wollüstig. Sie spielte auch mit beiden Händen daran, mit der rechten oben am Kitzler, mit der linken hinten, sie steckte sogar einen Finger, den sie mit ihrem Speichel benetzte, hinein und stieß, so weit sie reichen konnte, in meinen Mastdarm, wodurch der Kitzel so vergrößert wurde, daß ich wie rasend war, und meiner Wollustgrotte ein Strahl entfuhr, als ob er nicht versiegen wollte. Nina half mir beim Essen, indem sie mich fütterte und mir das Glas an den Mund hielt, daß ich trinken konnte. Wir aßen viel und tranken noch mehr, so daß auch die sonst so kalte Nina in Feuer geriet. Anna reichte ich vom Tische einige Bissen. Sie aß von den Bisquits und anderen Süßigkeiten erst, nachdem sie die härteren Stücke, sogar ein Würstchen, in meine Wollustgrotte gesteckt. Sie sagte, diese verlieh den Speisen ein eigenes Aroma.

Nach dem Souper suchte ich meine Doppel-Godemichette hervor, um mit Rosa die Wollust des Hermaphroditismus zu genießen. Das Mädchen ging eben dem Bette zu und suchte das Nachtgeschirr, der Champagner wollte hinaus.

»Oh, so haben wir nicht gewettet«, rief ich ihr zu, »Du böses Kind, Du willst mir das Beste entziehen. Ich sage Dir, daß Du nicht einen Tropfen zurückbehältst, sonst werde ich böse auf Dich. Schnell den rechten Fuß auf den Stuhl gestellt.«

Ich kniete nieder und hielt meinen Mund an ihre Muschel, den filtrierten Champagner erwartend. Bald sprudelte er heraus in meinen Mund, ich preßte ihren Hintern mit beiden Händen und schluckte. Der Wein hatte von seinem Geschmacke nicht nur nichts verloren, sondern sogar gewonnen. Anna hatte sich mit dem Rücken auf den Teppich gelegt, so daß ihr Kopf zwischen meinen Beinen und ihr geöffneter Mund unter meiner Muschel lag. Da ich selber viel getrunken und jetzt von Rosa noch mehr erhielt, so konnte ich das Wasser auch nicht zurückhalten, und Anna erhielt eine doppelte Portion.

Dies waren nur Präliminarien, freilich ebenso angenehm und wollüstig wie die Hauptaktion. Ich brannte. Alles Gefühl war auf einen Punkt konzentriert. Ich zitterte vor Begierde so sehr, daß ich nicht im Stande war, die Godemichette anzuschnallen, Nina half mir dabei und Anna steckte den größeren der beiden Speere in meine Muschel, so daß er bis zur Hälfte darin war. Dann ließ ich Rosa sich ins Bett legen, sie spreizte ihre Schenkel auseinander. Ich übernahm die Rolle des Mannes, umarmte und küßte sie, stieß blindlings mit der Godemichette herum, ohne sie in Rosas Wollusttempel bringen zu können.

Nina bemächtigte sich endlich ihrer und steckte sie so, daß ich mit ihr nach einem herzhaften Stoß das Jungfernhäutlein sprengte und ganz ins Innere Rosas drang. Sie stieß einen schwachen Schrei aus, und Anna bog ihren Kopf herab und leckte das Jungfernblut auf. Durch die starken Stöße drang auch auf meiner Seite die Godemichette tiefer in mich, gleichzeitig hörte ich ein Sausen über mir und spürte auf meinen Hinterbacken einen wollüstigen Schmerz, es war die Rute Annas. Sie gab mir kaum mehr als drei leichte Schläge, als sich sowohl Rosas wie meine Schleusen öffneten und wir beide in den seligsten Taumel fielen.

»Schade, daß Sie keine einfache Godemichette haben«, sagte Nina. »Ich werde mir mit meinen Fingern etwas Wollust verschaffen können, und Du Anna, reize mich mit Rutenschlägen. Man kann unter Euch nicht kalt bleiben.«
Ich sagte Nina, sie würde in einer der Schubladen meiner Kommode auch eine einfache Godemichette finden. Es war die alte, welche ich von Marguerite erhalten.

Jetzt folgte erst die Hauptszene, eine Gruppe, wie sie nur die Römer auf ihren Basreliefs darstellten. Nina legte sich über mich, doch so, daß mein Hinterer für die Hiebe Annas frei blieb, sie drückte mich mit ihrer Last tiefer in Rosa hinein. Das Angenehme des heißen, nackten, glatten Körpers verursachte mir ein äußerst wonniges Gefühl, und wir begannen von Neuem das Liebesturnier. Diesmal währte es etwas länger bei uns beiden. Nina half meinen Stößen Nachdruck zu geben. Anna aber hieb abwechselnd bald auf Ninas, bald auf meinen Hinteren; je näher ich der Krisis kam, desto stärker wurden ihre Hiebe, doch auch dies war noch zu gering; ich bat Rosa, sie möge in meine Achseln und Arme beißen und mich nicht schonen, denn sie tat es anfangs nur sehr schwach; ich rief ihr zu: beiße bis das Blut herausspritzt, und sie tat es auch. Endlich fühlte ich die Annäherung des höchsten Wollusttaumels. Ich verlor die Besinnung. Überall Wollust – in allen meinen Gliedern prickelte es, und wir beide, Nina und ich, hätten Rosa mit unserer doppelten Last beinahe erdrückt. Es war ein Erguß, der nicht enden zu wollen schien.

Wie lange ich in dieser Extase gelegen, die ich eine Ohnmacht nennen kann, weiß ich nicht. Als ich wieder zu mir kam, waren bereits Anna und Nina fortgegangen, die beiden Godemichettes lagen auf dem Stuhle neben dem Bette, die einzige Lampe, die die beiden Frauen brennen gelassen, war eingedreht, und verbreitete nur ein schwaches Licht in meinem Schlafkabinett. Rosa lag neben mir mit geschlossenen Lidern im tiefsten Schlaf, ihr linkes Bein über meiner rechten Hüfte, ihr Fuß, die Fersen auf meinem Hintern; sie seufzte manchmal wollüstig und drückte mich mit dem linken Arme an sich, während der rechte zum Bett hinaushing. Wir waren zugedeckt, und da ich sie nicht aus ihren wollüstigen Träumen wecken wollte, legte ich meinen Kopf zurück auf das Kissen und schlief wieder ein, um erst nach 10 Uhr des Morgens zu erwachen.

Ich werde Ihnen fortan die Szenen, bei denen ich teils aktiv, teils passiv teilgenommen, nicht mehr so umständlich erzählen, da dies ohnehin nur eine Wiederholung wäre. Sie werden an dem Übrigen schon genug zu lesen haben, und auch das wird Sie vielleicht nur zu sehr aufregen, wie es der Fall bei mir ist, wenn ich diese Blätter zur Hand nehme und lese, denn beiläufig sei es erwähnt, ich habe die Abschrift für mich behalten, sie dient mir als aufregendes Mittel, wenn meine Gefühle schlaf! geworden.

Ein paar Tage später kam Anna wiederum zu mir; Nina war jeden Tag gekommen, um den Unterricht mit mir in der ungarischen Sprache fortzusetzen; mit meiner geliebten Rosa aber genoß ich, so oft wir ungestört sein konnten, jede Gattung Wollust, und wir gingen alle Tage nach Ofen ins Kaiserbad. Sie war mir so anhänglich, als wäre ich ein Mann. Auch jetzt noch, nach vielen Jahren, ist sie mir das geblieben, was sie mir damals gewesen, und obschon sie auch die Liebe mit dem männlichen Geschlecht kennengelernt, so schwört sie mir doch, daß sie den Genuß in meinen Armen jedem mit dem stärkeren Geschlechte vorziehe. Ich selbst fühle es manchmal so und glaube, daß wir Weiber, wenn es nicht unsere Bestimmung wäre, das Menschengeschlecht fortzupflanzen, recht gut ohne Männer leben könnten, denn die Wollust unter uns ist ebenso groß.

Anna machte mir den Vorschlag, einer großartigen Orgie in einem Bordelle beizuwohnen, eine solche finde jeden Karneval statt. Sie sagte, es nähmen daran auch Damen der hohen Aristokratie teil, sie seien zwar alle maskiert, so daß sie niemand zu erkennen im Stande sei, aber eben nur durch ihre Masken unterschieden sie sich von den übrigen Venuspriesterinnen. Es herrschte dort der größte Luxus, und die Herren erhielten Gratisentree, während die Aktien der Damen sehr teuer seien, jede derselben koste 60 Gulden.

»So etwas«, sagte sie, »werden Sie nicht einmal in Paris sehen. Die Zahl der Aktionärinnen ist eine beschränkte, es sind nicht mehr als 30. Die hübschesten Huren (Frau von L ... war sehr gemein in ihren Ausdrücken, ich tue nichts anderes, als ihre Worte zu wiederholen, – Empört Sie das?) werden in Pest eingeladen und etwa 80 Herren. Sie sehen also, daß der Preis der Aktien kein übertriebener ist, denn die Zahl der versammelten Personen ist doch etwa 150; somit kommt auf eine Person nicht mehr als 12 Gulden. Die Kupplerin (wiederum ein gemeiner Ausdruck) will entschädigt werden für den Verlust eines Abends, die Herren ebenfalls. Dazu die Beleuchtung und die Musik, endlich das Souper. Im vorigen Jahre haben die Gräfinnen Julie A ... und Bella A ... aus eigenem Beutel noch 1200 Gulden zusetzen müssen. Es ist auch höchst wahrscheinlich, daß der Preis der Aktien, in diesem Jahre erhöht wird. Ich werde für mich von einer der Damen ein Gratisbillet erhalten, wie das bis jetzt immer geschehen. Doch wenn Sie daran teilnehmen wollen, müßten Sie mir das noch im Laufe dieser Woche zu wissen geben, damit ich für Sie eine Aktie reservieren kann.«

Ich wollte anfangs nicht. Schon das, was ich bis jetzt ausgegeben, war mir zuviel. Der Erwerb Rosas kostete mich allein schon 200 Gulden, und obschon ich eine ziemlich hohe Gage als Prima Donna erhielt, so würde ich es doch gefühlt haben, wenn ich noch 80, wenn nicht gar 100 Gulden zulegte, denn ich mußte auch auf Extraauslagen rechnen. Anna drang aber so sehr in mich, daß ich endlich einwilligte, und in ein paar Tagen erhielt ich von ihr eine Art Einladungskarte, lithographiert, mit einer Vignette, welche ich schon in einem französischen Buch gesehen. Ein prachtvoller weiblicher Wollusttempel mit halb geschlossenen Lefzen und oben stark behaart auf einem Altar; zu beiden Seiten ein Spalier von stehenden männlichen Ruten und im Hintergrunde ähnlich den Grenadiermützen weibliche Venushaare. Unterzeichnet waren die Karten alle von der Gräfin Julie A ... und von Luft Resi – der Name einer der berüchtigtsten Bordellbesitzerinnen von Pest und wie ich später erfuhr, von dem Stadthauptmann T ... sehr begünstigt.

Anna sagte mir, es würde ein Maskenball sein. Die Damen, die im Domino erschienen, hätten unter dem selben keine andern Kleider. Die besonderes Kostümierten blieben in den betreffenden Anzügen, doch würde bei allen Damen darauf Rücksicht genommen werden, daß sie jene Körperteile, die bei Liebesgenüssen am notwendigsten sind, leicht entblößen könnten, und das malerische theatralische Kostüm würde noch ihre Reize hervorheben. Mit einem Worte, sie gab mir von dem Feste ein so reizendes Bild, daß es mir nicht leid tat, soviel ausgegeben zu haben, ja, ich nahm mir vor, selber eine Charaktermaske für mich anfertigen zu lassen. Doch handelte es sich darum, daß es niemand erfahre, diese Maske sei für mich. Frau von B ... hatte beinahe denselben Wuchs wie ich. Ich ließ sie einige meiner Kleider anprobieren und fand, daß sie genau paßten. Ich gab ihr demnach den Auftrag, die Maskenkleider für diese Gelegenheit nach ihrem Maße anfertigen zu lassen.

Eines Abends drang Anna in mich, ich möchte mit ihr das Bordell der Person besuchen, wo die Orgie im Karneval stattfinden sollte. Sie wollte mir Männerkleider verschaffen, so daß niemand mein Geschlecht erriete. Sie würde mich für einen jungen Studenten ausgeben. Sie verstand es so gut, mir zuzureden und mich zu allem zu bewegen, daß ich ihr auch diesmal nachgab. Ich war bald in einen Jüngling metamorphosiert, meine Haare waren so geschickt gesteckt, daß man es nicht erkennen konnte, wie lang sie waren. Da ich in einigen Opern Pagenrollen gegeben, namentlich in den Hugenotten und in Aubers Ballnacht, so waren meine Bewegungen in Männerkleidern nicht linkisch, sondern ungezwungen. Das Wetter war schön genug, das Pflaster trocken, daß wir keinen Mietswagen zu nehmen brauchten. Es hätte mich geniert, wenn es durch den Fiaker herausgekommen wäre, daß ich als Mann verkleidet auf Abenteuer ausgegangen. Es war nicht einmal sehr weit von meiner Wohnung, wir gingen über den Franziskanerplatz, die nächste Straße von dort war die Goldstickergasse. Es war ein ziemlich großes Haus, das Eigentum dieser Oberpriesterin der Venus. Es war noch nicht so spät, daß wir hier bei unserer Ankunft Gäste antrafen, man kam gewöhnlich nach den Theatervorstellungen hierher. Das Hetärenpensionat war also ganz leer von Gästen. Die Vorsteherin dieses sauberen Instituts war eine große dicke Person mit sehr brauner Gesichtsfarbe, so daß ich sie für eine Zigeunerin hätte halten können; der Ausdruck ihres Gesichts war gemein und hart, das Gewerbe, welches sie betrieb, brachte dies mit sich. Als Anna mich ihr vorstellte, blickte sie mich mit ihren durchbohrenden Augen an und lächelte. Ich sah es im ersten Augenblicke, daß sie mein Geschlecht erraten, und es tat mir leid hierher gekommen zu sein.

»Sie wollen meine Mädchen sehen, junger Herr? Na, wären’s gestern kommen, so hätten’s nix besonders zu sehen gehabt, i hab heut zwei neue Menscher kriegt, die eine aus Raschau, die andere aus Deutschland, von der Madame Randt in Hamburg. Die können’s Ihna anschauen. Jetzt hab i das ganze Dutzend voll. Wissen’s, wenn d’Herren z’ viel auf einmal bekommen, schick i zu der Hauptmann Julie oder zu Rajdan, die sein froh, wenn’s ihre verlegene Ware bei mir anbringen können. Hat der junge Herr schon g’fispelt (ein gemeiner Ausdruck für das wollüstige Spiel)? Oder vielleicht noch a Jungfer, und Euer Gnaden (so nannte sie Anna) wollen ihn hier steigen lassen? Da rekommandiert i ihm die Leonie, das is a Frischling, rothaarig, sie hat’s Handwerk erst seit 2 Monaten ang’fangen und is erst 14 Jahre alt, darum versteht’ es doch wie die älteste Hur’.«

Sie ging uns voran und führte uns nach einem ziemlich elegant möblierten Saal, mit einem Piano an einer der Wände, welche ringsherum mit großen Spiegeln behangen waren. Auf den Sofas saßen die Odalisken dieses öffentlichen Harems. Eine war schöner als die andere, es war schwer, eine Wahl zu treffen, und trotz ihrer Verworfenheit schienen sie mehr verschämt und scheu als frech. Nur die Leonie, ein wunderschönes junges Mädchen mit brennroten Haaren, die sie aber gepudert trug, und aus denen sie eine Rokokofigur machte, hatte etwas Herausforderndes, Kokettes in ihren Zügen. Sie war sehr hoch von Gestalt, ihre Züge fein und regelmäßig, ihr Wuchs wie der einer Sylphide, ihr Kleid so weit ausgeschnitten, daß man die Brüste, welche ihr Leibchen beinahe sprengten, bis an die Knöspchen sehen konnte; da sie einen sehr schönen kleinen Fuß hatte, steckte sie ihn vor. Ich nahm Platz an ihrer Seite, Anna setzte sich uns gegenüber. Leonie kneifte mich in die Schenkel und Hinterbacken und wollte noch handgreiflicher werden, doch Anna klopfte ihr mit einem Fächer auf die Finger.

Ich reichte der Haremsbesitzerin eine Zehn-Gulden-Banknote, damit sie uns Wein und etwas zu Naschen holen ließ. Sie besah die Banknote mit verächtlichem Blick und sagte: »Ist dies alles?« Ihre Worte ärgerten mich, und ich sagte, ich würde ihr zahlen, was sie verlangte, doch hätte ich nur eine Hundert-Gulden-Note bei mir, diese Versicherung machte sie gleich freundlicher, und sie sagte, sie würde mich später etwas sehen lassen, was ich gewiß noch niemals gesehen, worauf sie den Salon verließ. Anna folgte ihr auf dem Fuße, und ich blieb mit diesen Weibern allein.

Ich fand hier einiges, was ich nicht gesucht hatte: Bildung, einen feinen Ton, ja sogar solche Kenntnisse, um die manche Aristokratin diese Personen beneiden könnte. Eine dieser Dirnen spielte sehr gut Piano, die andere sang dazu, sie hatte eine schöne Stimme, obschon wenig Schule, doch ein gutes Gehör; sie sang einige Arietten aus den Operetten Offenbachs. Die Dritte zeigte mir ein sehr schönes Album mit Handzeichnungen, die sie in ihren Mußestunden verfertigt. Ein Teil dieser Weiber beklagte sich über das Schicksal, dem sie die Schuld beimaßen, daß sie hierher gekommen. Andere hingegen sagten, sie fühlten sich hier ganz glücklich. Die Kavaliere behandelten sie sehr zart, und nur die Studenten seien roh und ungebildet, doch dafür genössen sie in ihren Armen das meiste Vergnügen, da diese jungen Leute ihre besten Lebenssäfte vergeuden.

»Was wollen Sie«, sagte eine schöne Polin, die man Wladislawa nannte, »da gibt es einen jungen Herrn, einen wunderhübschen Burschen, er ist aber stolz wie ein Pfau, und alle Damen sind in ihn verliebt. Er schlief eine Nacht bei mir und machte seine Sache bis zum nächsten Morgen neun Mal. Das ist sehr viel, um es mit einem Mädchen zu tun. Es ist leichter, mit einem Dutzend Frauenzimmern loszulassen, als es mit einem und demselben Mädchen fünfmal zu tun. Ich kenne außer ihm nur Einen, den ich einer solchen Manneskraft fähig halte. Dieser aber ließ sich niemals dazu bewegen, mit einer von uns Liebe zu genießen. Er muß wahrscheinlich eine Geliebte haben, vielleicht eine Magnatin, die ihn aushält.« Diese letzten Worte sprach sie im Zorn.

»Du meinst den Neffen des ungarischen Theaterintendanten«, sagte Olga, eine muntere Ungarin aus der Theisgegend, »Arpad H ...?«

Als Olga diesen Namen nannte, fuhr es mir durch alle Nerven.

»Es ist gewiß keine Magnatin, die ihn aushält«, fuhr Olga fort. »Er braucht das nicht, er hat Vermögen genug, um sich eine Geliebte zu wählen.«

»Ich weiß sogar, daß ihm von der Gräfin Bella R ... die glänzendsten Anträge gemacht wurden, und er nahm sie nicht an«, sagte eine andere.

Das Wiedereintreten Annas und der Hauswirtin machte unserem Gespräche ein Ende. Alle verstummten, als sie die letztere gewahr wurden.

»Wenn’s g’fällig ist, junger Herr, so will i Ihnen etwas zeigen, worüber Sie die schönen Augen aufreißen werden. Ist dös a Schatz!« setzte die Vettel hinzu, indem sie mich in den Hintern kniff.

»Gehen Sie«, flüsterte mir Anna zu, »es wird Sie unterhalten.«

Ich folgte der dicken Wirtin. Sie führte mich über einen Korridor, dann durch mehrere Zimmer. Als sie an eine Tür kam, legte sie einen Finger auf den Mund, und öffnete so geräuschlos, daß man es unmöglich hören konnte. Die Stube war ganz finster, nur aus den gegenüberliegenden Fenstern drang ein schwaches Dämmerlicht durch die mit weißen Vorhängen verdeckten Glastafeln. Sie ergriff mich an der Hand und führte mich an ein Sofa, welches knapp an einer Glastür stand.

Dann hörte ich ein unbedeutendes Geräusch, welches aus dem Nebenzimmer herübertönte, und sah über dem Sofa einen Lichtschein. Es war ein Fenster. Ich stieg auf das Sofa, so daß ich durch dieses Fenster, welches über der Tür angebracht war, hindurchblicken konnte. Obschon ich in das erleuchtete Zimmer sehen konnte, so war ich nicht auch so von dort herüber zu sehen, denn von den zwei Mädchen, welche in das Zimmer kamen, stellte die eine das Licht knapp an die Tür, jenseits auf einen Tisch, so daß die gegenüberstehende Wand erleuchtet war, nicht aber das Fenster über der Tür.

Es waren zwei Mädchen und ein Herr in vorgerücktem Alter, kahlköpfig, mit einem Faunengesicht, ziemlich hoch von Gestalt, doch klapperdürr. Man konnte jeden Laut wahrnehmen. Die zweite Odaliske hatte eine ungeheure Rute mitgebracht, und beide fingen an, sich sogleich zu entkleiden, so wie sie auch dem Seladon, der ganz das Konterfei des Ritters von der traurigen Gestalt war, dabei halfen. Bald standen alle drei splitternackt vor mir. Der Mann war so häßlich, was seinen Körper betraf, daß er darin noch sein Faunengesicht an Häßlichkeit übertraf; gelbes Leder über einem klappernden Knochengerippe, von struppigem, langem Haar überwuchert. Er stand mir gerade gegenüber. Sein Speer war so klein und zusammengeschrumpft, daß ich ihn anfangs gar nicht sah. Ich wußte nicht gleich, ob er zwei Nabel oder zwei Amorpfeile hatte, denn der Letztere war nicht größer als eine Bohne. Die beiden Mädchen machten allerlei wollüstige Stellungen, um ihn zu reizen; es wollte aber nicht fruchten; da legte er sich auf drei nebeneinander stehende Stühle. Die eine band seine Hand- und Fußgelenke zusammen und ergriff die Rute, um ihn damit zu peitschen, während die andere ihm bald den Hintern, bald die Muschel zu riechen gab. Die Hiebe folgten minutenweise nacheinander, und schon beim dritten Streich sah ich einzelne kleine Blutstropfen durch die Striemen sickern. Beim zehnten Hieb waren die beiden hageren, durch einen weiten Schlund getrennten Flächen, denen ich nicht die Ehre antun darf, sie Backen zu nennen, schon so zerschunden, daß man nur eine große blutende Masse sehen konnte, wie bei einem geschlachteten Tiere; dennoch bat er das Mädchen, welches ihn so grausam zerfleischte, schneller und stärker zu schlagen, und roch und leckte die beiden Öffnungen der anderen. Ich hörte auch von Zeit zu Zeit einen gewissen trompetenden oder fagottartigen Ton, der seinen Ursprung in den Eingeweiden des von diesem geilen Satyr beschnüffelten Mädchens hatte, und er schien diese Düfte mit beiden Nasenlöchern aufzufangen.

»So wird’s nicht gehen«, sagte er endlich stöhnend, »aber wenn Du mir ein Würstel gibst, dann wird’s gleich kommen. Krieg’ ich heute ein oder zwei Würsterl, Luiserl? Nicht wahr, zwei Würstel, zwei Würsterl? Bitte, bitte.«

Er legte sich auf den Rücken, und das Mädchen, welches er berochen, setzte sich so, daß es mit ihrem Hintern gerade über seinem offenen Munde sich befand, während die andere sein sich nur schwach hebendes Szepter in ihre Wollustgrotte zu zwängen sich bemühte, indem sie sich auf ihn setzte. Wiederum hörte ich die Fagott-Töne und sah, was er so gewünscht, aus ihr in seinen Mund plumpsen; er fletschte und biß daran und stöhnte dabei. Erst diese unflätige Operation brachte sein Glied in die nötige Verfassung, der auch nach langem Herumzappeln eine Samenentleerung folgte.

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